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Gewerkschaft Bau-Holz
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07.03.2023 00:26

2023: Das Jahr der Herausforderungen

Seit langem ist ein wirtschaftlicher Ausblick auf das kommende Jahr nicht mehr so schwierig gewesen. Eines ist aber klar: 2023 wird ein herausforderndes Jahr für uns alle. Die langen Verhandlungen in den anderen Branchen sind auch für uns ein Warnsignal.

 

Die aktuelle Energiekrise und die Phase der Energiewende haben schwere Auswirkungen auf unsere Bevölkerung. Die laufenden Kosten sind für immer mehr Menschen nicht mehr zu stemmen.

 

Es gibt zahlreiche ExpertInnen, die von einer mehrjährigen Energieknappheit ausgehen und immer, wenn ein Gut über längere Zeit knapp wird, dann treibt die Nachfrage den Preis für längere Zeit in die Höhe. Bis wir erneuerbare Energien in großem Ausmaß ausbauen und nutzen können, wird es noch dauern.

 

Energiesparen im Betrieb

 

Wie private Haushalte müssen deshalb auch Unternehmen nachhaltig Energie sparen und rufen deswegen ihre Belegschaft zu entsprechenden Maßnahmen auf. Die allermeisten Maßnahmen werden vorerst allerdings den Bereich der Angestellten betreffen, auch in unseren BAU-HOLZ-Branchen.

 

Handwerk: Aufforderung zum Stromsparen

 

Aber auch beim Handwerk kann es zu Aufforderungen des Arbeitgebers zum Strom sparen kommen! Das Aufladen des privaten E-Autos, E-Bikes oder des E-Rollers, mit dem man zur Arbeit fährt, kann dann z.B. auf dem Firmengelände zum Problem werden. Sehr wahrscheinlich wird auch gefordert, diverses elektrisches Werkzeug nicht den ganzen Tag angesteckt im „Stand-by“-Modus zu lassen.

 

In der Produktion gab es bisher ohnehin wenige „Wohlfühl-Faktoren“, bei denen nun „unnötig“ verbrauchte Energie gespart werden könnte. Produktionsprozesse werden ohnedies ständig optimiert. Hier wird man wohl einen Kompromiss zwischen einem realen Sparpotenzial und der aufrecht zu erhaltenden Produktivität finden müssen. Eine neuerlich aufsteigende Welle bei der Kurzarbeit kann man allerdings in Folge einer andauernden Energie- und Wirtschaftskrise leider nicht ausschließen.

 

Engpässe nicht ausgeschlossen

 

Viele Unternehmen müssen bereits jetzt aus Kostengründen massiv Energie einsparen. Auch müssen Unternehmen einen Notfallplan entwickeln und sich auf mögliche Engpässe oder sogar Produktionsstopps vorbereiten. Wenn selbst der Preis keine Rolle mehr spielt und das Gas in Österreich tatsächlich zu knapp wird, wird nämlich zuerst die „nicht systemrelevante Industrie“ abgestellt, damit die privaten Haushalte weiter versorgt werden können. Als „systemrelevante Industrien“ werden in erster Linie die Nahrungsmittel-, Pharma- und Energieindustriesektoren zu bezeichnen sein. Unsere Bau-, Holz- und Stein/keramische Industrie würde da wohl, zumindest überwiegend, das Nachsehen haben. Zum Glück sind die Gasspeicher in Österreich so weit gefüllt, dass ein derartiges Szenario für den Winter 22/23 faktisch ausgeschlossen werden kann. Zugleich kann niemand vorhersagen, wie lange die Energiekrise tatsächlich noch dauern wird und ob im Frühling noch bzw. wieder neues Gas nach Österreich fließt.

 

Wir sind gerade in den schwierigsten Lohnverhandlungen seit Jahren

 

Manche Unternehmen werden versuchen, andere „Geldquellen“ zur Kompensation anzuzapfen, sofern sie ihre Mehrkosten nicht mit gestiegenen Preisen ihrer Produkte und Dienstleistungen am Markt unterbringen können und die Förderungen der öffentlichen Hand nicht alles ausgleichen.

 

Aus Sicht vieler Arbeitgeber eignet sich daher zum Ausgleich vorzüglich die jährliche Lohnsteigerung, wie wir während der Herbstlohnrunden beobachten konnten. Tatsächliche Preissteigerungen, unter denen die ArbeitnehmerInnen immer spürbarer leiden, wollen die Arbeitgeber nicht so gerne ersetzen und wenn überhaupt, dann nur mittels Einmalzahlungen, die, im Gegensatz zu den Preisen, keine nachhaltige Wirkung haben und, wie der sprichwörtliche „Tropfen auf dem heißen Stein“, rasch verdampfen. Die Preise bleiben jedoch hoch und die Unterstützungen der Regierung in Form von Einmalzahlungen wirken nur kurzfristig.

Eine nachhaltige, prozentuelle


Lohnerhöhung ist also das Ziel aller verhandelnden Gewerkschaften, mindestens in der Höhe der durchschnittlichen Inflation der letzten 12 Monate. Die Aufrechterhaltung der Kaufkraft ist das Minimalziel, welches wir für unsere Mitglieder erreichen müssen, um aus der Energiekrise nicht auch noch eine soziale, und in der Folge massive Wirtschaftskrise zu generieren.

Die ÖsterreicherInnen konnten alle bisherigen Krisen in den letzten Jahren verhältnismäßig gut überwinden, weil die Sozialpartnerschaft stets funktioniert hat. Löhne und Gehälter wurden regelmäßig angehoben. Im Vertrauen, dass dies so bleibt, haben die Menschen auch weiter konsumiert und damit die Wirtschaft im Land am Laufen gehalten. Der Handel, Dienstleister, Gewerbebetriebe und die nicht exportierende Industrie konnten dadurch nicht nur überleben und Arbeitsplätze aufrechterhalten, es wurden auch gute Gewinne erwirtschaftet. Diesen Weg des Interessenausgleichs dürfen wir im Sinne unseres gesellschaftlichen Friedens und Wohlstandes nicht verlassen. Zugleich dürfen wir uns nicht mit blindem Vertrauen darauf verlassen, dass die Sozialpartnerschaft in jeder Krise bis in alle Ewigkeit Stabilität garantiert.

 

Umso wichtiger ist es, insbesondere während großer Krisen, stark gewerkschaftlich organisiert zu sein, um nötigenfalls die Interessen der ArbeitnehmerInnen auch mit dem nötigen Nachdruck durchsetzen zu können! 

 

Roman Krenn, GBH-KV-Experte

 

Die GBH verhandelt 2023 alle KVs neu

 

Die höchste Inflation seit Jahrzehnten erfordert einen Teuerungsausgleich durch faire Kollektivvertragsabschlüsse.

 

Die sehr gute Arbeit unserer Beschäftigten in schweren Zeiten in den Betrieben und auf Baustellen muss gerecht belohnt werden.

 

Experten erwarten für das Jahr 2022 eine durchschnittliche Inflation von 8,5 Prozent. Der für deine Kollektivvertragsverhandlungen relevante Betrachtungszeitraum ist März bis Februar. Daher ist zu erwarten, dass die Ausgangsbasis für unsere Verhandlungen noch höher liegen wird.

 

Fokus: Prozentuelle Lohnerhöhung

 

Daher muss unser Fokus bei den Kollektivvertragsverhandlungen ganz klar auf der prozentuellen Lohnerhöhung zur Abfederung der krassen Teuerungen der letzten Monate liegen. Die teilweise Abgeltung der Inflation durch Einmalzahlungen oder gar das Gegenrechnen von staatlichen Unterstützungen wie dem Klimabonus sind für uns ausgeschlossen! Diese Werkzeuge können nur einen Zusatz zur prozentuellen Lohnerhöhung darstellen.

 

 

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