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12.06.2026 02:09

Lohnrunde 2026: Mehr Geld für 250.000 Beschäftigte

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnte die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) die Frühjahrslohnrunde 2026 erfolgreich abschließen. Die Beschäftigten erhalten durchschnittlich 3,5 Prozent mehr Lohn. Möglich wurden die Abschlüsse durch harte, aber faire Verhandlungen, gegenseitigen Respekt und eine gelebte Sozialpartnerschaft auf Augenhöhe.

 

Die GBH zieht eine positive Bilanz zur Frühjahrslohnrunde 2026: Mehr Geld für rund 250.000 Beschäftigte in den Branchen der Gewerkschaft BAU-HOLZ. Gemeinsam mit ihren Familien wirken sich die Lohnerhöhungen der GBH auf rund 575.000 Menschen in Österreich aus.

 

Bis 1.690 Euro mehr im Jahr

Die Abschlüsse liegen im Durchschnitt bei 3,5 Prozent. Für einen Facharbeiter in der Bauindustrie bedeutet das rund 1.690 Euro mehr Einkommen pro Jahr. Ein Fliesenleger erhält rund 1.550 Euro zusätzlich. Diese Abschlüsse bringen spürbar mehr Euro ins Geldbörsel – direkt bei den Beschäftigten und ihren Familien.

 

Inflation geschlagen – trotz schwieriger Jahre

Die vergangenen Jahre waren von Pandemie, Rekordteuerung, wirtschaftlicher Unsicherheit und zuletzt internationalen Krisen geprägt. Umso bemerkenswerter ist, dass die Einkommen in den GBH-Branchen seit 2019 um 31,4 Prozent gestiegen sind. Im gleichen Zeitraum lag die Inflation bei 27,3 Prozent. Die Kaufkraft der Beschäftigten wurde damit nicht nur abgesichert – sondern spürbar verbessert.

 

Starke Gewerkschaft, starke Ergebnisse

31,4 Prozent mehr Lohn seit 2019 sind kein Zufall. Dahinter stehen harte Verhandlungen, starke Betriebsrätinnen und Betriebsräte sowie tausende Gewerkschaftsmitglieder, die gemeinsam mehr erreichen. Gute Löhne fallen nicht vom Himmel – sie werden erarbeitet und verhandelt

sagt GBH-Bundesvorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch.

 

Die stärksten Abschlüsse erreichten Bauindustrie, Baugewerbe und Karosseriebau mit jeweils plus 3,6 Prozent. Holzbau, Baunebengewerbe, Tischler, Fliesenleger, Maler, Tapezierer, Steinarbeiter sowie die Wildbach- und Lawinenverbauung folgen mit plus 3,5 Prozent. Auch alle weiteren Branchen erzielten deutliche Lohnsteigerungen. Alle Abschlüsse sind unter gbh.at/kv abrufbar.

Gelebte Sozialpartnerschaft mit gegenseitigem Respekt

 

Ausdrücklich bedankt sich Muchitsch bei den Sozialpartnern auf Arbeitgeberseite.

Die Verhandlungen waren offen, ehrlich und von gegenseitigem Respekt geprägt. Das ist nicht selbstverständlich. Gute Ergebnisse entstehen dort, wo beide Seiten Verantwortung übernehmen. Die Sozialpartnerschaft ist eine der größten Stärken Österreichs. Sie sichert Stabilität, faire Lösungen und wirtschaftliche Vernunft – gerade in schwierigen Zeiten

 

KV-Abschlüsse der Frühjahrslohnrunde 2026

Bauindustrie und Baugewerbe, KV + 3,60 %

Karosseriebau, KV + 3,60 %

Fliesenleger, KV + 3,50 %

Holzbau-Meistergewerbe, KV + 3,50 %

Baunebengewerbe, KV + 3,50 %

Malergewerbe, KV + 3,50 %

Tischler und Holzgestalter, KV + 3,50 %

Tapezierergewerbe, KV + 3,50 %

Steinarbeitergewerbe, KV + 3,50 %

Wildbach- und Lawinenverbauung, KV + 3,50 %

Stein- und keramische Industrie, KV + 3,33 %

Musikinstrumentenerzeuger, KV bis zu + 3,32 %

Kunststoffverarbeitendes Gewerbe, KV bis zu + 3,30 %

Holzindustrie, KV bis zu + 3,22 %

Faserspanindustrie, KV bis zu + 3,22 %

Sägeindustrie, KV bis zu + 3,10 %

 

GBH zieht erfolgreiche Bilanz

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